Anwalt Kindesunterhalt Berlin

Unterhalt für minderjährige & volljährige Kinder

Einen Anspruch auf Kindesunterhalt haben in Deutschland alle bedürftigen minderjährigen Kinder, sowie unterhaltsberechtigte Volljährige. Die deutsche Rechtsprechung legt in der Düsseldorfer Tabelle (die Grundlage jeder Berechnung) in regelmäßigen Abständen die exakte Höhe fest. Kommt es zu Streitigkeiten, etwa bei der Frage der Zahlungspflicht, wenden Sie sich am besten an einen Anwalt für Kindesunterhalt.

Zur Bemessung des Bedarfs beim Kindesunterhalt gewährt die Düsseldorfer Tabelle eine gute Orientierungshilfe. Die Höhe des geschuldeten Unterhalts richtet sich nach dem Alter des Kindes und den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des/der Unterhaltsverpflichteten. Daneben kann sogenannter Sonder- und Mehrbedarf geschuldet sein. Dies ist möglicherweise dann der Fall, wenn für das Kind einmalig oder dauerhaft Kosten anfallen, die von den Tabellenbeträgen nicht gedeckt sind.

Weiter berücksichtigt werden müssen die unterhaltsrechtlichen Leitlinien des zuständigen Oberlandesgerichts (in Berlin: des Kammergerichts) sowie die in den einzelnen Bundesländern teilweise differierende Rechtsprechung. Beim Wechselmodell sind zahlreiche Besonderheiten zu beachten.

Minderjährigenunterhalt und Volljährigenunterhalt

Üblicherweise leisten Eltern Kindesunterhalt für Minderjährige. Außerdem wird ein beachtlicher Teil der in Deutschland geschlossenen Ehen hinterher wieder geschieden. Leben also Vater und Mutter des Kindes getrennt voneinander, gilt: Das eine Elternteil, bei dem das Kind lebt, muss ihm Naturalunterhalt gewähren. Dieser liegt vor in Form von:

  • Unterkunft
  • Nahrung
  • Mittel zur Persönlichkeitsausformung

Dagegen leistet der nicht betreuende, unterhaltspflichtige Elternteil grundsätzlich Barunterhalt, zahlt also Geld.

Bei Volljährigen verhält es sich mit dem Unterhaltsanspruch etwas anders: Sie sind dann unterhaltsberechtigt, wenn sie gerade eine Berufsausbildung absolvieren und bedürftig sind, etwa während des Studiums.

Bei einer Unterhaltsverpflichtung gegenüber minderjährigen Kindern besteht zu Lasten des Unterhaltsverpflichteten eine sogenannte gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Dies bedeutet, dass bei der Prüfung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners ein besonders strenger Maßstab angelegt wird; insbesondere in Fällen, in denen es um Zahlungen unterhalb des Mindestunterhalts geht (unterste Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle).

Ein Unterhaltsanspruch für volljährige Kinder besteht grundsätzlich unabhängig vom Alter bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang von Ausbildungs-Unterhalt. Welche Sachverhalte darunter fallen, wird teilweise von der Rechtsprechung recht weit verstanden. Eine genaue Prüfung des konkreten Einzelfalles ist dabei erforderlich.

Ihr Anwalt für Kindesunterhalt zur Bestreitung der Unterhaltszahlungen

In allen Fällen mit minderjährigen Kindern trifft den Unterhaltspflichtigen eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Diese dient der Sicherstellung des Mindestunterhaltes. Der Unterhaltspflichtige ist verpflichtet jede sich bietende, zumutbare Arbeitsgelegenheiten ergreifen – selbst wenn die Tätigkeit nicht dem Ausbildungsstand entspricht – damit die Zahlungen an die unterhaltsberechtigte Person geleistet werden können.

Sollte von ihm tatsächlich kein Einkommen erzielt werden, obwohl es im Bereich des Möglichen liegt, kann das Gericht laut BGB für die Unterhaltsberechnung ein fiktives Einkommen des Unterhaltspflichtigen zugrunde legen, das seinen Fähigkeiten entspricht.

Sollte außerdem beispielsweise die Mutter alleinerziehend sein und das andere Elternteil keine oder sehr unregelmäßig Unterhaltszahlungen leisten, kann die Betroffene beim Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss beantragen. Dessen Höhe bemisst sich völlig unabhängig vom eigenen Nettoeinkommen.

Unterhalt für Kinder nicht verheirateter Partner

Auch wenn Sie mit ihrem ehemaligen Partner nicht verheiratet waren, kann Unterhalt geschuldet sein, wenn Sie gemeinsam ein Kind bekommen oder schon bekommen haben. Dieser Anspruch kann einige Wochen, manchmal einige Monate, vor der Geburt des Kindes beginnen und mehrere Jahre bestehen.

Voraussetzung ist, dass der betreuende Elternteil wegen der Betreuung finanziell nicht für sich und das Kind (ausreichend) sorgen kann. In vielen Fällen gilt das für die ersten drei Lebensjahre.

Kompetente Beratung von Ihrem Anwalt für Kindesunterhalt

In allen Angelegenheiten rund um das Thema Kindesunterhalt und Familienrecht wenden Sie sich am besten vertrauensvoll an uns. Wir helfen Ihnen weiter bei Fragen wie:

  • In welcher Höhe muss ich Unterhaltszahlungen leisten?
  • Welche Rolle spielt mein Nettoeinkommen bei der Berechnung der Höhe des Betrags?
  • Schulde ich Sonderbedarf oder Mehrbedarf?
  • Wie hoch ist mein Selbstbehalt?
  • Wie regelt das BGB den Unterhalt bei Scheidung oder Trennung?
  • Wie verhalten sich Unterhalt und Kindergeld zueinander?

 

Sie haben Fragen zum Kindesunterhalt? Nehmen Sie gerne unsere persönliche Beratung in Anspruch.

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