Scheidungsanwalt in Berlin Reinickendorf

Trennung & Ehescheidung

In Deutschland gilt für eine Scheidung: Der Scheidungsantrag kann regelmäßig nach Ablauf eines Trennungsjahres, in manchen Fällen auch schon früher, gestellt werden. Derjenige, der den Scheidungsantrag stellt, benötigt in jedem Fall einen Rechtsanwalt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Oft empfiehlt sich die Vertretung durch einen Fachanwalt für Familienrecht, da dieser über die meiste Erfahrung auf diesem Rechtsgebiet verfügt.

Wichtig dabei ist neben der Wahl des richtigen Zeitpunkts auch die Frage, ob im Scheidungsverfahren weitere Angelegenheiten durch den Scheidungsanwalt geregelt werden sollen, ob also Scheidungsfolgen in den Verfahrensverbund mit einbezogen werden sollen. Um den richtigen Zeitpunkt wählen zu können, müssen Sie wissen, welche Folgen daran anknüpfen.

Leistungen im Bereich Trennung & Scheidung

Im Falle einer Scheidung in Berlin übernimmt Rechtsanwältin Daniela Stockburger folgende Leistungen für Sie, damit Ihre Trennung sauber und beiderseits respektvoll vonstatten gehen kann:

  • Beratung und Vertretung vor Gericht,
  • Beratung und Vertretung in sämtlichen Folgesachen. Das sind u.a.:
  • Trennungs- und Ehegattenunterhalt,
  • Hausrat und Ehewohnung,
  • saubere Aufteilung des gemeinsamen Vermögens und die Handhabung ehegemeinsamer Schulden,
  • Versorgungausgleich,
  • Zugewinnausgleich,
  • Sorgerecht, Umgangsrecht und Unterhalt ehegemeinsamer Kinder.

 

Ist ein Anwalt für eine Ehescheidung nötig?

Der Partner, der den Scheidungsantrag stellen möchte, muss einen Rechtsanwalt bestellen, damit dieser den Antrag bei Gericht einreicht. Bei der mündlichen Anhörung vor Gericht kann der andere Partner ohne Anwalt dem Scheidungsantrag seines Ehepartners zustimmen, er kann jedoch keine eigenen Forderungen vor Gericht stellen.

Sollte die Scheidung einvernehmlich ablaufen, ist es auf diese Weise möglich, dass nur ein Scheidungsanwalt beauftragt werden muss, die Anwaltskosten nur einmal aufgebracht werden müssen und beide Eheleute die Gerichtskosten zu gleichen Teilen tragen können.

Kosten für den Anwalt im Falle einer Scheidung

Die Kosten für die Ehescheidung berechnen sich auf der Grundlage der Einkommensverhältnisse der Eheleute. Für gemeinsame Kinder können Abschläge berechnet werden. Bei Streitwerten wie Unterhalts- oder Zugewinnausgleich bemessen sich die Kosten zusätzlich nach der Höhe dieser Streitwerte.

Bei geringem Einkommen oder aus anderen Gründen wie beispielsweise erhebliche Schulden können die Beteiligten Verfahrenskostenhilfe beantragen. Die Gebühren für den eigenen Rechtsanwalt und die Gerichtskosten werden in diesem Fall ganz, teilweise oder als Darlehen mit Ratenzahlung vom Staat getragen. Sollten Sie Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe haben, füllt Ihr Rechtsanwalt den entsprechenden Antrag aus und reicht diesen bei Gericht ein.

Versorgungsausgleich

Der Versorgungsausgleich wird in den meisten Fällen zusammen mit der Scheidung durchgeführt.

Sinn und Zweck dieses Verfahrens ist es, die in der Ehezeit erworbenen Rentenanrechte der Ehegatten auszugleichen. Sehr vereinfacht dargestellt bedeutet dies, dass im Grundsatz jeder Ehegatte von dem anderen Partner jeweils die Hälfte dessen Anrechte übertragen bekommt und die Hälfte seiner Anrechte hergeben muss.

Der Gesetzgeber hat den Eheleuten einen relativ großen Gestaltungsspielraum eingeräumt. Wenn Sie sich mit Ihrem Ehepartner einig sind, können Sie davon abweichende Regelungen treffen. Das Gesetz schreibt dafür allerdings eine besondere Form vor.

Zugewinnausgleich & Vermögensauseinandersetzung

Bei Trennung und Scheidung stellt sich die Frage, was mit einer gemeinsamen Immobilie, gemeinsamen Verbindlichkeiten oder dem Vermögen geschehen soll. Wer muss weiter welche Verbindlichkeiten begleichen? Bestehen Ausgleichsansprüche unter den Eheleuten oder muss einer der Eheleute in der Vergangenheit erhaltene Zuwendungen zurück gewähren?

Lassen Sie sich am besten durch einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht beraten!

Güterrecht & Gütertrennung

Im ehelichen Güterrecht gibt es drei unterschiedliche Güterstände: die Zugewinngemeinschaft, die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft.

Zugewinngemeinschaft

Sofern und solange die Ehegatten keinen Ehevertrag geschlossen haben, leben sie automatisch im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Das heißt, es entsteht kein gemeinsames Vermögen und auch keine gemeinsamen Schulden. Endet die Zugewinngemeinschaft, findet ein Zugewinnausgleich statt. Anzumerken ist, dass ein Zugewinnausgleich im Rahmen des Scheidungsverfahren nur auf Antrag vollzogen wird.

Gütertrennung

Schließen die Eheleute mittels Ehevertrag den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft aus ohne einen anderen Güterstand zu vereinbaren, treten sie automatisch in den Güterstand der Gütertrennung ein. Hierbei entsteht während der Ehe ebenfalls weder ein gemeinsames Vermögen noch gemeinsame Schulden. Nach Beendigung des Güterstandes findet kein Ausgleich statt.

Ausnahmefall: Ein Ausgleich findet statt, wenn zwischen den Eheleuten ein Gesellschaftsverhältnis oder arbeitnehmerähnliches Verhältnis besteht, beispielsweise wenn ein Ehepartner im Unternehmen des anderen Ehepartners angestellt war.

 

Gütergemeinschaft

Haben die Eheleute mittels Ehevertrag den Güterstand der Gütergemeinschaft vereinbart, entstehen unterschiedliche Vermögensmassen.

  • Es entsteht gemeinsames Vermögen, das Gesamtgut, bei dem beide Eheleute verwaltungs- und verfügungsberechtigt sind. In das Gesamtgut fallen schon vor der Ehe bestehendes und während der Ehe dazu gewonnenes Vermögen der Ehegatten.
  • Außerdem entsteht zugunsten eines jeden Ehepartners ein Sondergut. Zu diesem Sondergut zählen Vermögenswerte, die nicht rechtsgeschäftlich übertragen werden können, beispielsweise Lohn- und Gehaltsansprüche sowie Rentenansprüche. Jeder Ehepartner kann frei über sein eigenes Sondergut verfügen und es verwalten.
  • Zusätzlich entsteht für jeden Ehegatten ein Vorbehaltsgut. Hierein fallen jene Vermögenswerte, welche im Ehevertrag bestimmt wurden. Jeder Ehegatte kann frei über sein jeweiliges Vorbehaltsgut verfügen und es verwalten. Auch dritte Personen können bestimmen, dass das von ihnen einem Ehegatten zugerechnete Vermögen in das Vorbehaltsgut eines Ehegatten fällt. Dazu zählen beispielsweise Schenkungen oder Erbschaften.

Weitere Regelungen und Möglichkeiten

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die den gesetzlichen Güterstand über einen Ehevertrag umzugestalten. Unter anderem könnte bei einer Zugewinngemeinschaft der Zugewinnausgleich im Falle einer Auflösung durch Scheidung ausgeschlossen werden, im Falle der Auflösung durch Tod jedoch aufrecht erhalten werden. Auch könnte eine andere Teilungsquote als die gesetzlich vorgesehene oder eine andere Art der Teilung vereinbart werden.

Um besonders bei Sonderfällen die optimale und beiderseitig angenehmste Lösung zu finden, damit es hinterher nicht zu Rechtsstreitigkeiten oder Problemen kommt, sollten die Eheleute auf eine spezifische Rechtsberatung durch einen erfahrenen Anwalt zurückgreifen.

Güterrechtsregister

Der Güterstand kann auf Antrag beider Eheleute in ein öffentliches Register, das Güterrechtsregister, eingetragen werden. Das hat den Zweck, dass zukünftige Geschäftspartner Einsicht in Bezug auf die Verfügungsbefugnis und Schuldenhaftung beider Ehepartner erlangen können.

Güterrecht in Lebenspartnerschaften

Gleichgeschlechtliche Paare, die nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) in einer Lebenspartnerschaft leben, leben ebenfalls im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Wie Ehepartner können Sie die Güterstände der Gütergemeinschaft sowie der Gütertrennung vereinbaren und dies im Güterrechtsregister eintragen lassen.

Sie haben Fragen?

Als Fachanwalt für Familienrecht steht Rechtsanwältin Daniela Stockburger Ratsuchenden als kompetenter Ansprechpartner im ehelichen Güterrecht zur Verfügung und hilft im Falle einer Ehescheidung.

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