Erbrecht/Vermögensvorsorge  Berlin

Das Erbrecht ist für viele Familien eine emotionale und komplexe Angelegenheit. Eine unzureichende Nachlassplanung führt im Erbfall oft zu unerwünschten Ergebnissen und zu Konflikten über das Erbe. Mit der richtigen Vorsorge und einer umfassenden Beratung nehmen wir Ihnen einen Großteil der Sorgen, die in Bezug auf das Erbe bestehen. Wir helfen Ihnen, Ihren Nachlass rechtswirksam zu regeln und vertreten sie als Erben, Pflichtteilsberechtigten oder Vermächtnisnehmer berechtigte Ansprüche durchzusetzen oder abzuwehren. Wir beraten Sie auch in allen Angelegenheiten der lebzeitigen Vorsorge und setzen uns wirksam für Ihre Interessen ein.

Unsere Leistungsschwerpunkte sind dabei insbesondere:

Eintritt des Erbfalls

  • Annahme/ Ausschlagung der Erbschaft
  • Pflichtteil/ Anfechtung
  • Abwicklung des Nachlasses

Testamentsgestaltung

  • Berliner Testament

lebzeitige Vorsorge

Annahme/ Ausschlagung

Ist der Erbfall eingetreten, muss der kraft Gesetzes oder testamentarisch berufene Erbe entscheiden, ob er die Erbschaft annehmen oder ausschlagen will. Die gesetzliche Ausschlagungsfrist beträgt 6 Wochen ab Kenntnis vom Erbfall. Schlägt der Erbe die Erbschaft nicht fristgerecht aus, ist er mit allen Rechten und Pflichten Erbe geworden. Ist die gesetzliche Frist bereits verstrichen, kann es bei einer Überschuldung des Nachlasses ggf. sinnvoll sein, die Annahme der Erbschaft anzufechten.

Pflichtteil/ Anfechtung

Pflichtteilsberechtigt sind die Abkömmlinge des Erblassers, dessen Eltern und sein Ehegatte. Geschwister sind nicht pflichtteilsberechtigt. Der Pflichtteil entspricht der Hälfte des gesetzlichen Erbteils und ist ein Geldanspruch. Nicht jeder ist mit einer letztwilligen Verfügung einverstanden. Einige Erben haben Zweifel, ob das Testament wirklich dem wahren Willen des Erblassers entspricht und aus freien Stücken aufgesetzt wurde, gerade weil es vielleicht eine Enterbung enthält. In derartigen Fällen unterstützen wir Erbberechtigte, die enterbt und auf den Pflichtteil zurückgesetzt wurden. Wir beraten Sie, ob eine Anfechtung des Testaments erfolgversprechend und gewünscht ist und setzen andernfalls Ihren gesetzlichen Pflichtteilsanspruch gegen die Erben durch.

Abwicklung des Nachlasses

Nach Eintreten eines Erbfalls sehen sich die Erben auch mit einem erheblichen und kaum überschaubaren Verwaltungsaufwand konfrontiert. Entsprechend des BGB und der darin geregelten Universalsukzession (§ 1922) gehen nicht nur Vermögen, sondern auch die Verbindlichkeiten auf den oder die Erben über. Aufgrund der emotionalen Belastungen fehlt den Erben oftmals die notwendige Kraft und sie fühlen sich mit dieser Situation überfordert. Viele Ansprüche oder bestehende Vertragsverhältnisse bleiben dabei zunächst unerkannt und werden erst später entdeckt. Das führt dazu, dass der Erbe hierfür haftet. Sämtliche Unterlagen des Erblassers sollten daher schnellstmöglich gesichtet werden, um bestehende Vertragsverhältnisse (Miete, Versicherung, Strom, Telefonverträge, Internetanschlüsse etc.) kurzfristig zu beenden.

Wir übernehmen für Sie die Abwicklung von Erbfällen und entlasten Sie von sämtlichen Verwaltungsaufgaben, indem wir für Sie die erforderlichen Vertragskündigungen, Auflösung von Bankkonten etc. veranlassen. Unsere Kanzlei verfügt auch über ein breites Netzwerk von Räumungs- und Verwertungsunternehmen, so dass wir Ihnen gern auch bei Wohnungsauflösungen oder der Beräumung von Immobilien zur Verfügung stehen.

Testamentsgestaltung

Mit einem Testament kann der Erblasser frei entscheiden, wen er als Erbe einsetzen oder enterben möchte. Das Testament kann eigenhändig oder notariell verfasst werden. Ein privatschriftliches Testament muss stets vollständig handschriftlich geschrieben sein sowie eine Unterschrift, Ort- und Datumsangabe enthalten. Ein maschinell geschriebenes Testament ist unwirksam.

Berliner Testament

Das Berliner Testament ist eine Sonderform des gemeinschaftlichen Testaments, bei dem sich die beiden Eheleute gegenseitig als Alleinerben einsetzen und einen Dritten als Schlusserben bestimmen.

Meistens werden hier die gemeinsamen Kinder als Schlusserben nach dem Tod des zuletzt verstorbenen Partners eingesetzt.

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